Wir formulieren als PDAEClub Deutschland e.V. Empfehlungen, die über die "VDH Zuchtbestimmungen für von keinem VDH Mitgliedsverein betreute Rassen" hinausgehen,
-um optimale Bedingungen für die Zucht und den Erhalt der Gesundheit und ge­neti­schen Vielfalt der Rasse zu erreichen.
-um neue Züchter zu beraten und ihnen Hilfestellung zu geben.
Wir gehen vom Grundgedanken der eigenen Verantwortlichkeit des jeweiligen Züchters für seine Entscheidungen aus und setzen auf Transparenz, um den Welpenkäufern die bestmögliche Information und Urteilsbildung zu ermöglichen. Wir werben für die Durch­führung umfassender Gesundheitskontrollen und den Erhalt der größtmöglichen gene­tischen Vielfalt in unserer Population.

Auf dieser Grundlage geben wir diese Empfehlungen:
- Der Züchter setzt nur Hunde zur Zucht ein, deren genetischer Status für PRA (Progressive Retina Atrophie) durch einen anerkannten Gentest nachweislich festgestellt wurde.
- Der Züchter plant keine Verpaarungen, aus denen PRA-kranke Nachkommen entstehen können.
- Der Deckrüdenbesitzer stellt seinen Rüden - auch außerhalb des Clubs - nur für Deckakte mit Hündinnen zur Verfügung, die an einem anerkannten Gentest für PRA nachweislich teilgenommen haben.
- Der Deckrüdenbesitzer stellt seinen Rüden nur für Deckakte zur Verfügung, aus denen keine PRA-kranken Hunde entstehen können.
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- Der Züchter wählt seine Welpenkäufer sorgfältig aus und informiert dabei um­fassend über die Besonderheiten und Ansprüche der Rasse. Er berät sie auf Wunsch ein Hun­deleben lang.
- Der Züchter hält alle seine PDAE nicht im Zwinger
, sondern in seinem Wohn­bereich und versorgt sie optimal und fördert sie rassegemäß.
- Der Deckrüdenbesitzer trägt eine hohe Verantwortung für die Zucht durch die Entschei­dung, wem er seinen Rüden für welche Hündin und wie oft zur Verfü­gung stellt.
- Der Deckrüdenbesitzer stellt seinen Rüden nur zum Decken zur Verfügung, wenn op­timale Welpenaufzucht und verantwortungsvoller Welpenverkauf ge­geben sind.
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- Eine Hündin wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gedeckt, wenn sie bei der Geburt ihres ersten Wurfes 60 Monate oder älter sein wird.
- Es werden nur Hunde verpaart, die mindestens bis zur Großeltern-Generation nicht miteinander verwandt sind.
- Wiederholungsverpaarungen werden nur nach genauer Prüfung der Welpen der ersten Verpaarung geplant.
- Ein Rüde sollte in seiner Lebenszeit nicht mehr als 10 Würfe hervorbringen.
- Spätestens nach den ersten zwei bis drei Würfen wird geprüft, ob es Probleme bei den Wel­pen gab, die auf die Elterntiere zurückzuführen sind und dies wird bei dem weiteren Zuchteinsatz berücksichtigt.
- Der Züchter veranlasst seine Welpenkäufer, ihn über Auffälligkeiten bei Welpen zu in­formieren, um diese Erfahrung bei seiner weiteren Wurfplanung berück­sichtigen zu können.
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- Die Welpen werden im direkten Wohnbereich des Züchters geboren und auf­gezogen, sie bekommen die Gelegenheit sich an alle Alltagsgeräusche und -reize altersgemäß zu gewöhnen.
- Die Welpen werden vom Züchter beaufsichtigt, gefördert, um ihnen den Aufbau einer positiven engen Bindung zum Menschen zu ermöglichen.
- Die Welpen werden zum Schutz der Mutterhündin und zur Gewöhnung an feste Nah­rung spätestens ab der 4. Lebenswoche mit geeigneter hochwertiger Welpennahrung zugefüttert. Bei großen Würfen wird zum Schutz der Mutterhündin früher zugefüttert.
- Ab der 4. Lebenswoche wird den Welpen das Verlassen der Wurfkiste ermög­licht und ihnen wird ein gesicherter größerer Aufenthaltsbereich im Haus und auch im ge­schützten Bereich des Gartens am Haus eingerichtet. Je nach Jah­reszeit und Wetter können die Welpen einen Teil des Tages draußen in einem geschützten Bereich verbringen.
- Der Auslauf im Haus und im Garten bietet den Welpen abwechslungsreiche Spielmög­lichkeiten, die ihr Körpergefühl und ihre Umweltsicherheit fördern, stellt ihnen verschie­dene Untergründe, Ruhe- und Rückzugsbereiche, Wetterschutz und eine verletzungssichere Absperrung zur Verfügung.
- Eine alleinige Aufzucht nur im Haus ebenso wie eine Aufzucht nur in Zwinger, Garten oder Hundehaus bietet den Welpen nicht die optimalen Entwicklungs­möglichkeiten.

Auszug aus dem Beschluss der MV 2008, ergänzt von der MV 2009