"Perro de Agua Español Club Deutschland" e.V.


gegründet am 18. November 2006



Home der club aktivitäten der pdae gesundheit zucht ausstellungen fotogalerie unser kleiner laden impressum und (c)

FCI - Standard Nr.  336 /  03.  09. 1999  /  D


SPANISCHER WASSERHUND

(Perro de agua español)


ÜBERSETZUNG  : Frau Michèle Schneider.


URSPRUNG : Spanien.


DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 03.09.1999.


VERWENDUNG : Hütehund, Jagdhund, Fischerhund.


KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde,

    Wasserhunde.

        Sektion 3 Wasserhunde.

        Ohne Arbeitsprüfung.


KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Das Vorkommen dieses Hundes auf der Iberischen Halbinsel geht bis in früheste Zeiten zurück. Er hat die gleiche Abstammung wie der alte "Barbet". Die dichteste Population findet sich in Andalusien, wo er als Hütehund Verwendung findet und wo er seit Jahrhunderten unter dem Namen « Türkenhund » bekannt ist. Seine Eigenschaften, insbesondere seine Fellqualität, sind an den Wechsel von Nässe und Trockenheit der Sumpfregionen angepasst, was ihn als Hütehund und als Gehilfe der Jäger auf Wasserwild und der Fischer in solchen Gebieten besonders geeignet macht.


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Rustikaler, gut propor- tionierter Hund (von mittlerem Gewicht), langköpfig, von eher gestrecktem Körperbau, harmonischer Gestalt und anziehendem Aussehen, von athletischer Natur mit gut entwickelter Muskulatur, die er regelmässiger Arbeit verdankt. Sein Profil passt in ein Rechteck; Sehvermögen, Gehör und Geruchsinn sind gut entwickelt.


WICHTIGE PROPORTIONEN :

- Körperlänge      / Grösse (Widerristhöhe) = 9/8.

- Tiefe der Brust /  Grösse (Widerristhöhe) = 4/8.

- Fanglänge       /   Schädellänge          = 2/3.


VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Treu, gehorsam, freudig, arbeitswillig, wachsam und sehr ausgeglichen. Lernfähigkeit dank einer aussergewöhnlich guten Auffassungsgabe stark ausgeprägt; unter allen Bedingungen passt er sich jeder Situation an.


KOPF : Stark, elegant getragen.


OBERKOPF :

Schädel : Flach, Hinterhaupthöcker wenig ausgeprägt. Obere Begrenzungslinien von Schädel und Fang parallel.

Stop : Sanft, wenig betont.


GESICHTSSCHÄDEL : Im Profil geradlinig.

Nasenschwamm : Nasenöffnungen gut ausgebildet. Nasenschwamm von gleicher Farbe oder ein wenig dunkler als der dunkelste Ton des Haarkleides.

Lefzen : Guter Lefzenschluss; deutlicher Lippenwinkel.

Kiefer / Zähne : Gut ausgebildet, weiss, mit gut entwickelten Fangzähnen.

Augen : Leicht schräg liegend, sehr ausdruckstark; die Farbe der Iris - haselnussbraun bis kastanienbraun - soll mit der Fellfarbe übereinstimmen. Die Bindehaut ist nicht sichtbar.

Ohren : Mittelhoch angesetzt; sie sind dreieckig und herabhängend.


HALS : Kurz, gut bemuskelt und ohne Wamme, mit den Schultern perfekt verbunden.


KÖRPER : Stämmig.


Obere Profillinie : Gerade.

Widerrist : Wenig betont.

Rücken : Gerade und kräftig.

Kruppe : Leicht geneigt.

Brust : Breit und tief; Rippen gut gewölbt; der grosse Durchmesser des Brustraumes weist auf ein beachtliches Atemvolumen hin.

Untere Profillinie und Bauch : Bauch leicht aufgezogen.


RUTE : Mittelhoch angesetzt. Das Kupieren wird in Höhe des zweiten bis vierten Schwanzwirbels durchgeführt.                 Einige Exemplare zeigen einen angeborenen Stummelschwanz.


GLIEDMASSEN


VORDERHAND : Stark und senkrecht.

Schultern : Gut bemuskelt, schräg liegend.

Oberarm : Kräftig.

Ellenbogen : Gut am Brustkasten anliegend und parallel.

Unterarm : Kräftig, gerade.

Vorderfubwurzelgelenk und Vordermittelfub : Gerade, eher kurz.

Vorderpfoten : Rund mit eng aneinanderliegenden Zehen,   Krallenfarbe variiert, widerstandsfähige Ballen.


HINTERHAND : Völlig senkrecht mit nicht zu ausgeprägten Winkelungen und mit Muskeln, die in der Lage sind,                          dem Körper beim Laufen einen sehr energischen Schub und den für leichte und elegante Sprünge                            notwendigen Schwung zu geben.

Oberschenkel : Lang und gut bemuskelt.

Unterschenkel : Gut entwickelt.

Sprunggelenk : Tief gestellt.

Hintermittelfub : Kurz, trocken und senkrecht zum Boden stehend.

Hinterpfoten : Wie an den vorderen Gliedmaben.


GANGWERK : Die bevorzugte Gangart ist der Trab.


HAUT : Die Haut ist geschmeidig, dünn und am Körper gut anliegend. Sie kann braun oder schwarz pigmentiert               oder auch ohne Pigment sein - je nach Fellfarbe. Dasselbe gilt für die Schleimhäute.


HAARKLEID


HAAR : Es ist immer gelockt und wollig in der Textur.  Gelockt, wenn es kurz ist; wenn es lang ist, kann es Zotten             bilden.  Geschorene Tiere sind zugelassen;  die stets gleichmässige und vollständige Schur darf jedoch               nie zu einer « ästhetischen » Aufmachung werden.


Die für Ausstellungen empfohlene maximale Haarlänge ist 12 cm (15 cm bei gestrecktem Haar) und die minimale Länge ist 3 cm, um die Qualität der Locken beurteilen zu können.

Die Welpen kommen immer mit gelocktem Haar zur Welt.


FARBE :

  1. Einfarbig : weiss, schwarz und braun in den unterschiedlichen Nuancen.
  1. Zweifarbig : weiss und schwarz oder weiss und braun in den unterschiedlichen Nuancen.

Dreifarbige, sowie schwarz-lohfarbene und haselnuss-lohfarbene Hunde sind nicht zulässig.


GRÖSSE UND GEWICHT :


Widerristhöhe : Rüden        von 44 bis 50 cm.

                         Hündinnen von 40 bis 46 cm.

Bei beiden Geschlechtern ist eine maximale Abweichung von 2 cm zulässig, sofern die Gesamtproportionen des Hundes mit seiner Widerristhöhe harmonisieren.


Gewicht : Rüden       von    18 bis 22 kg.

               Hündinnen von 14 bis 18 kg.


FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.


SCHWERE FEHLER :

 Rücken stark eingefallen.

 Nicht korrekt gestellte Läufe.

 Hängender oder übertrieben aufgezogener Bauch.


AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

 Aggressiv oder ängstlich.

 Rückbiss und Vorbiss.

 Vorhandensein von Afterkrallen.

 Glattes oder gewelltes Haar.

 Albinismus.

 Gesprenkeltes oder geflecktes Fell; schwarz-lohfarbene sowie haselnuss-lohfarbene Hunde.

 Unausgeglichenes Wesen.


Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.


N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.


Quelle: www.fci.be

zurück Seitenanfang