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"Perros" in Not Hin und wieder erreichen uns Anfragen - da gibt es im Tierheim in
einen Perro, könnt ihr das nicht auf die Club-Homepage setzen?" Seltener gibt es auch Vorwürfe zu hören - warum züchtet ihr Perros, in den spanischen Tierheimen und Tötungsstationen sitzen genug arme Hunde, die stattdessen gerettet werden könnten!". Manchmal wird uns Züchtern sogar böswillig unterstellt, dass wir aus Geldgier verhindern, dass arme Hunde aus dem Tierheim gerettet werden. Wir möchten zum Thema Tierschutzhunde" die Position des Vorstandes erklären, die sich für uns inhaltlich aus der Club-Satzung ergibt, und natürlich aus den Möglichkeiten und Grenzen unserer Arbeit. Unser satzungsmäßiges Ziel ist die kontrollierte Zucht von reinrassigen und gesunden PDAE innerhalb des VDH. Das ist unser Hauptanliegen. Wir haben große Achtung vor der Arbeit des Tierschutzes, egal ob in Deutschland oder Spanien, egal ob es Wasserhunde oder irgendeine andere Rasse oder Mischlinge betrifft. Wir sehen es als eine sehr persönliche Entscheidung jedes Hundehalters an, ob er einen Hund aus dem Tierschutz rettet oder sich für einen Welpen von einem Züchter entscheidet. Wir wissen, dass es viel Kraft und Erfahrung kosten kann, einen Tierheimhund in sein Leben aufzunehmen und zu einem angenehmen Begleiter zu machen. Es gibt Tierheimhunde, die sind einfach und machen es ihren neuen Besitzern leicht, es gibt aber auch welche, die ihre neuen Besitzer vor schwere Herausforderungen stellen. Und manchmal geht es auch schief und ein Hund muss z.B. zum Schutz der Kinder einer Familie ins Tierheim zurückgegeben werden. Wir bewundern Menschen, die sich diese Aufgabe zutrauen, einen solchen Hund zu übernehmen. Wenn es klappen soll, muss aber auch eine erfahrene Tierschutzorganisation hinter diesen Vermittlungen stehen, die die neuen Besitzer richtig auswählt, berät und ihnen in schwierigen Situationen zur Seite steht. Gerade weil wir diese Arbeit achten und schätzen, maßen wir uns nicht an, das ohne entsprechende Erfahrungen einfach mal so nebenbei zu erledigen. Wir überlassen das den entsprechenden Spezialisten. Glücklicherweise sitzen in den deutschen Tierheimen sehr selten Perros aus deutscher Zucht. Unsere Züchter suchen ihre Welpenkäufer sehr sorgfältig aus, beraten sie gut, die meisten müssen mehrere Monate auf ihren Welpen warten. Deshalb gibt es wenig Fehlkäufe" und ganz selten mal die Notwendigkeit, für einen solchen Hund ein neues Zuhause zu suchen. Wenn der Fall doch eintritt, sucht an erster Stelle der Besitzer des Hundes verantwortungsvoll nach einem neuen Zuhause für seinen Hund, er kennt seine Stärken und Schwächen am besten und kann Interessenten am besten beraten. An zweiter Stelle steht der Züchter und hilft dabei, wenn es nötig ist, oder nimmt den Hund zurück. Der Züchter muss dann erst mal den Hund eine Weile beobachten, Schwächen und Stärken des Hundes prüfen, den Erziehungsbedarf feststellen , den Hund unter Umständen trainieren, um ein geeignetes neues Zuhause - diesmal für immer - zu finden. Der Züchter weiß normalerweise auch viel über seinen" Hund und seine bisherigen Besitzer und kann gut beraten und helfen, wenn der Besitzer es allein nicht schafft das Tier zu vermitteln. Das alles gehört zu den Aufgaben eines seriösen Hundebesitzers und Züchters. Sitzt ein Perro im Tierheim, dessen Herkunft unklar ist, dessen Züchter oder Besitzer sich nicht verantwortlich fühlt, werden wir manchmal als Club um Hilfe gefragt. Größere Rasseclubs haben für solche Fälle eine Stelle eingerichtet wie zum Beispiel Bouvier in Not" oder "Boxer in Not". Dort gibt es Pflegefamilien, die solche Notfälle erst mal aufnehmen und es gibt Menschen, die Interessenten suchen, genau prüfen, beraten, bevor der Hund dorthin gegeben wird. Die neuen Besitzer werden auch weiterhin beraten, besucht und, wenn es nötig scheint, auch kontrolliert. Hunde, die ein neues Zuhause suchen, sind nicht immer einfache Hunde! Das alles ist eine sehr verantwortungsvolle Arbeit, die viel Zeit und Geld kostet und Menschen braucht, die bereit sind herumzureisen, Interessenten zuhause aufzusuchen, zu beraten und notfalls auch zu kontrollieren. Nur wenn das gewährleistet ist, kann man verantworten, in Not geratenen Hunde zu vermitteln. Zu dieser Arbeit ist unser Club noch lange nicht in der Lage. Wir können uns aber gut vorstellen, dass wir vielleicht eines Tages dazu in der Lage sein werden, wenn sich Menschen im Club finden, die dies zu ihrer Hauptaufgabe machen wollen. Man muss einfach wissen, dass gut gemeinte aber nicht sachgerecht vorbereitete Vermittlungen tragisch enden können. Ein Perro, der nach kurzer Zeit wieder zurückgegeben wird, verliert endgültig das Vertrauen in die Menschen, ein schwieriger Hund läuft Gefahr von erfahrenen/ungeeigneten neuen Besitzern eingeschläfert zu werden. Wir wissen aus Erfahrung, dass guter Wille allein nicht reicht. Das Vermitteln von Hunden, deren Vorgeschichte und Probleme man nicht kennt, das Finden von wirklich geeigneten Familien und deren Vorbereitung und Begleitung ist eine Aufgabe, die man nicht mal eben so nebenbei erledigen kann. Und wenn man eine Suchanzeige auf die ClubHomepage setzt, übernimmt man automatisch Verantwortung dafür, was dann auf diese Anzeige hin geschieht. Das können wir als Club nicht leisten. Wir müssen uns auf unsere satzungsmäßigen Ziele beschränken, auch das ist schon sehr viel Arbeit, die wir auch gerne machen. Aber wir können nur Dinge tun, die wir auch verantworten können, deren Folgen wir übersehen und verantworten können. Deshalb müssen wir manchmal so eine herzlos und unverständlich erscheinende Absage auf Hilfeanfragen geben. der Vorstand |
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