Augenkrankheiten
Es gibt verschiedene erbliche Augenkrankheiten, die bei Zuchthunden kontrolliert werden können.
Eine Möglichkeit ist die Untersuchung der Augen durch einen spezialisierten Tierarzt, der die Augen nach einer Weitstellung der Pupille nach dem äußeren Ansehen untersucht und damit die Freiheit von bestimmten Augenkrankheiten feststellen kann, allerdings nur zum Zeitpunkt der Untersuchung. Deshalb wird diese Untersuchung bei den Rassen, für die der VDH diese Untersuchung bei Zuchttieren verlangt, auch jährlich oder vor jedem Zuchteinsatz wiederholt. Für die offziellen Untersuchungen verlangt der VDH, dass sie von Augenärzten durchgeführt werden, die Mitglied des Dortmunder Kreises sind.
Es gibt aber auch andere Spezialisten, die diese Untersuchung genauso qualifiziert durchführen können.
Für die spanischen Wasserhunde wird diese Untersuchung der Zuchttiere vom VDH nicht verlangt, weil erbliche Augenkrankheiten bisher kein Problem dieser Rasse waren.


PRA = Progressive Retina Atrophie… ein Gentest

PRA ist eine vererbbare Augenkrankheit, sie bedeutet eine fortschreitende Verkümmerung der Zellen auf der Netzhaut, die dazu führt, dass der Hund immer schlechter sehen kann und letztlich blind wird. Die meisten Fälle treten als Krankheitsbild erst im Alter von 5 bis 6 Jahren auf, ein Alter in dem Zuchthunde schon viele Nachkommen haben und die Krankheit weitervererbt haben können.
Für diese Augenkrankheit gibt es auch für den Perro de Agua Español seit ca 2 Jahren einen patentierten Gentest in den USA, der mit Hilfe einer Blutprobe die genetische Belastung von untersuchten Hunden feststellen kann. Der Test von Optigen ist auch vom VDH anerkannt und das Ergebnis kann in der Ahnentafel vermerkt werden.

Es gibt drei mögliche Ergebnisse (Kategorien vom Optigen Labor):

1. der Optigen A Hund („free, normal" , gesund): der Hund hat von
beiden Elternteilen das dominante PRA-freie Gen geerbt. Er trägt also
keine PRA und kann sie auch nicht weitervererben. Er ist gesund.

2. der Optigen B Hund („carrier", Träger) : der Hund hat von einem
Elternteil das dominante PRA-freie Gen geerbt, vom anderen Elternteil
das rezessive krankmachende PRA-Gen. Das dominante freie Gen
überlagert das rezessive krankmachende Gen, der Hund ist gesund, aber Träger von PRA
und kann es an seine Nachkommen weitervererben. Man bezeichnet diese Hunde als „Träger".
Träger sind in bezug auf PRA genauso gesund wie ein Hund, der dieses Gen nicht trägt.

3. Der Optigen C Hund ( „affected", krank ) der Hund erbt von beiden
Elterntieren das rezessive krankmachende PRA-Gen, trägt es also doppelt
und ist somit in Bezug auf PRA als krank anzusehen. Sein Risiko blind zu
werden ist sehr hoch, über 90%.

Folgende Beispiele zeigen, wie es wichtig ist, den genetischen PRA-Status eines Zuchthundes zu kennen:

- verpaart man zwei A- Hunde, bekommt man 100% A-Hunde, also PRA-freie Nachkommen.

- verpaart man einen A-Hund mit einem B-Hund bekommt man ca. 50% Nachkommen der Gruppe A
und ca. 50% der Gruppe B, alle Hunde sind gesund, werden nicht an PRA erkranken.

- verpaart man einen A-Hund mit einem C-Hund, bekommt man 100 % B-Hunde, alle gesund, werden nicht an PRA erkranken.

- verpaart man zwei B-Hunde, bekommt man statistisch ca. 25 % Nachkommen, die zur Gruppe C gehören,
also ein hohes Risiko haben blind zu werden, bei einem 6 er Wurf könnte das ein bis 2 Welpen
betreffen.

- verpaart man einen B- Hund mit einem C-Hund, steigt das Risiko von kranken Nachkommen auf ca 75%.

- verpaart man zwei C- Hunde, hat man 100 % kranke Nachkommen.

Es ist also eigentlich ganz einfach, PRA als Krankheit zu bekämpfen:
Will man das PRA-Risiko ausschließen, kann man weiter alle Zuchthunde für die Zucht einsetzen, man muss nur wissen, zu welcher Gruppe jeder Hund gehört und sein Ergebnis dann bei der Auswahl des Zuchtpartners berücksichtigen.
Ein Träger von PRA darf dann nur mit einem PRA-freien Partner verpaart werden, auch ein PRA-kranker Hund kann der Zucht erhalten bleiben, er muss nur mit einem PRA-freien Partner verpaart werden, es gibt dann keine kranken Nachkommen.
Also :
A x A und A x B und A x C ergeben gesunde Nachkommen, B x B und B x C und C x C bringen das Risiko von kranken Nachkommen.

Wir veröffentlichen die Ergebnisse des PRA Gentests, die uns die Besitzer der Hunde hierfür zur Verfügung gestellt haben.
Ergebnisse mit Kopie des Zertifikats bitte an
perro-club-fuchs@htp-tel.de

Ergebnisse der PRA-Gentests

(PRA test results)